Schweizer Monat
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…ist Ausdruck echter Gelassenheit, sagt Hans Ulrich Gumbrecht, vor sich Eiger, Mönch und Jungfrau. Im Ernst? Aus einer lockeren Plauderei mit dem in Stanford lehrenden Romanisten wird ein sportliches Gespräch über europäische Abgründe.
Von René Scheu, Hans Ulrich Gumbrecht
Herr Gumbrecht, wir treffen uns hier in Magglingen, am Rande einer Veranstaltung der Eidgenössischen Hochschule für Sport. Sie sind ein Sportfreak, zumal einer, der viel zum Thema publiziert hat. Lassen Sie uns darum über was ganz anderes reden…
…ich bin ganz Ohr.
In Ihrem Kopf dreht es immer, egal, wo Sie gerade sind. Das ist jedenfalls der Eindruck des Lesers, der sich in Ihre Schriften und Essays vertieft.
Stimmt. Ich kann nicht abschalten. Aber das sollte sich...
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Die vergessene Antwort auf Bootsflüchtlinge.
Von Andrea Franc
Meldungen zu Bootsflüchtlingen und den damit einhergehenden Tragödien haben ein neues Hoch erreicht. Photos unterkühlter Afrikaner, von der italienischen Küstenwache aufgegriffen, sind in jeder Zeitung abgedruckt. Zu Tausenden warten junge Menschen, vor allem Männer, aus allen Ländern des afrikanischen Kontinents am Mittelmeer auf die Überfahrt. Millionen von Dollars fliessen an die Schlepper, die die Überfahrt organisieren. Während die Rechte in...
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Milch und Honig mögen in den USA zwar nicht geflossen sein. Dennoch bot das Land seinen Einwanderern lange Zeit so viele Annehmlichkeiten, dass der Sozialismus auf der Strecke blieb. Holt er heute auf? Ein Gespräch über politische Label, rhetorische Verwirrungen und konkurrierende Kirchen.
Von Claudia Mäder, Richard Parker
Herr Parker, Sie sitzen im Redaktionsausschuss von «The Nation», einer US-Zeitschrift, die sich als Flaggschiff der Linken bezeichnet. Wenn ich von Europa aus nach Amerika blicke, habe ich Mühe, im dortigen Politmeer irgendeine Linke auch nur als Kahn auszumachen: Was heisst «links» in den USA?
Grundsätzlich strebt die Linke in den USA eine Modifikation des Kapitalismus an – und nicht etwa dessen Überwindung, wodurch sie gewiss zahmer wirkt als ihre...
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Kahle Schädel, Knarren und Kritik an Corporate America: in der alternativen Musikszene der USA findet zusammen, was im Kongress entzweit ist. Eine politmusikalische Spurensuche zwischen Zürich, Waco (TX) und Sydney.
Von Jörg Scheller
Wenn in den Vereinigten Staaten von Amerika gewählt wird, werden die rebellischen Konservativen der Tea-Party-Bewegung wieder für Gesprächsstoff sorgen. Fast könnte es scheinen, als stünden sich in Amerika zwei unversöhnliche, einander ausschliessende Lager gegenüber – hier die progressiven Menschenfreunde, die eine auf Ausgleich bedachte Gesellschaft formen möchten, dort die konservativen Rednecks, die den Armen keine Krankenversicherung gönnen...
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Kein Stau an der Limmat! Wenn Teju Cole durch Städte streift, sucht er spazierend nach ihren Wesen und Wunden, verheddert sich in ihren Widersprüchen und schärft aus der Distanz den Blick für seine eigenen Heimstädte. Der weltläufige Autor über Irrwege zwischen Zürich, Lagos und New York.
Von Miriam Hefti, Teju Cole
Teju Cole gehört zu denjenigen Menschen, mit denen man gerne Zeit verbringt. Sein angenehmes Nachdenken im Formulieren, sein Denken über Umwege, seine ungezwungene Offenheit und sein schalkhaftes Lachen machen das Zusammensein mit ihm zum Ereignis: So war es auch während unseres Gesprächs, das wir am Kunsthistorischen Seminar der Universität Zürich geführt haben. Doch auch wer ihn nur in seinen Büchern trifft, lernt einen Menschen mit vielen Interessen und...
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Das verschwundene Kapitel aus «Rechnung über meine Dukaten»
Von Thomas Meyer

Kleine Vorrede

Mein Lektor sass mir per Skype gegenüber.
Lächelnd, wie immer.
Wir hatten einige offene Fragen im Manuskript geklärt, über ein paar Semikola gestritten und viel gelacht.
Dann verkündete er: «Noch was zum Paris-Kapitel…»
Ich dachte, er würde ein, zwei Anmerkungen vortragen von der Detailliertheit der vorherigen.
Doch er sprach: «…ich glaube, das streichen wir.»
Er lächelte noch immer. Er ist ein...
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Zuwanderung, Altersvorsorge und Gesundheitswesen: Weil sich Sozialdemokraten und Konservative in seltener Einigkeit die Verteidigung des Status quo auf die Fahnen geschrieben haben, schlüge eigentlich die Stunde der zukunftsorientierten Liberalen. Wären die doch bloss nicht so pragmatisch.
Von Brenda Mäder, Simon Scherrer
Man lerne die Dinge erst richtig schätzen, so eine häufig bemühte Floskel, wenn man sie bereits verloren habe. Das ist auch bei der Freiheit nicht anders. Aber: wie viel Freiheit muss geopfert, ein wie grosser Teil unseres Lebens muss gelenkt und kontrolliert werden, bis diese Erkenntnis sich allgemein durchsetzt? Und: wann ist es dafür zu spät? Sieht man sich die jüngsten politischen Trends an, müssen einem berechtigte Zweifel an einem kurz bevorstehenden...
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Von Niko Stoifberg, Christina Baeriswyl
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