Roland Baader:
Sie geben falschen Alarm, Naomi Klein
Der Kapitalismus untergrabe unsere Demokratie, verführe unsere Kinder, manipuliere die Wirtschaft – verkünden aktuelle Buchtitel.* Naomi Klein, für viele eine Kultautorin, spricht gar vom «Katastrophen-Kapitalismus». So viel Einstimmigkeit schreit nach Widerspruch.

Wie bei allem, was als «Kult» daherkommt, ist auch beim neuen Buch «Die Schock Strategie. Der Aufstieg des Katastrophen-Kapitalismus» (2007) von Naomi Klein Skepsis angebracht. Was der Publikation Kult-Charakter verleiht, ist nichts anderes als die Tatsache, dass die Autorin einer der Lieblingsbeschäftigungen vieler Intellektueller weltweit anhängt: dem Antikapitalismus...

Den Text zu diesem Artikel finden Sie in der Ausgabe 962/Juni/Juli 2008 der «Schweizer Monatshefte».


Ausgabe 962/Juni/Juli 2008

«Zurück in den Arbeitsmarkt!» Der Schweizer Sozialstaat hat zunehmend Schwierigkeiten, mit den Veränderungen des Arbeitsmarkts Schritt zu halten. Wir greifen ein aktuelles Thema auf (Auftakt) und kommen zum Schluss: Wer arbeiten kann, soll arbeiten können (Interview mit Regula Mäder und Daniela März)!

Wie das gutgemeinte Denken zuweilen auf Abwege gerät, zeigen wir im Kommentarteil. Lesen Sie, warum das Profitstreben zu unrecht als moralisch verwerflich hingestellt wird (Die Wohltat des Profit-Verhaltens). Und lesen Sie, was hinter dem Gebrauch von Begriffen wie «dem Sozialen» und «dem Gemeinwohl» steckt (Vom Sozialen).

Wenn Buchbesprechungen in den «Schweizer Monatsheften» Widerspruch auslösen, der schliesslich in einen Beitrag mündet, dann freut uns das. So geschehen mit der letztes Jahr erschienenen «Schweizer Literaturgeschichte». Lesen Sie die Kritik eines Germanisten an der Kritik eines Kollegen (Ein Buch nicht nur für Feuilletonisten!)

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