Schweizer Monat
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Plädoyer für eine meritokratische Elite.
Von Lino Guzzella

Lino Guzzella, photographiert von Suzanne Schwiertz.

Schweiz tut sich schwer mit Eliten. Selbst jene, die dazugehören, diskutieren nur hinter vorgehaltener Hand über Sinn und Zweck ihrer eigenen Rolle. Von der Forderung nach Elitenförderung ganz zu schweigen. Der Grund für das gestörte Verhältnis liegt wohl in unserem republikanisch-direktdemokratischen Selbstverständnis: Eliten mögen zu Frankreichs royaler Vergangenheit oder zur britischen Klassengesellschaft passen, aber doch nicht zu uns, wo der...
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Kosten privatisieren, Profite sozialisieren: So funktioniert unternehmerisches Handeln.
Von René Scheu, Jobst Wagner

Illustrationen: Christina Baeriswyl

Publizisten entscheiden nicht nur darüber, wie Unternehmer in der Öffentlichkeit dargestellt werden, sondern auch darüber, wer überhaupt als Unternehmer gilt. Das Problem dabei: Publizisten haben mangels einschlägiger Erfahrung für gewöhnlich keinen hinreichend präzisen Begriff unternehmerischen Handelns. Um zu illustrieren, was wir meinen, beziehen wir uns auf eine ebenso amüsante wie hintersinnige und kluge Unterscheidung von Nassim Nicholas Taleb....
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Der Unternehmer ist kein waghalsiger Glücksritter. Er ist ein Beutegreifer. Und der Beutegreifer geht beim Jagen möglichst wenige Risiken ein. Eine Theorie, wie Unternehmer wirklich Erfolg haben.
Von Malcolm Gladwell

photographiert von Beowulf Sheehan / laif.

1.
 Im Jahr 1969 hatte Ted Turner sich in den Kopf gesetzt, einen Fernsehsender zu kaufen. Er war 30 Jahre alt und hatte von seinem Vater eine gut laufende Firma für Aussenwerbung geerbt. Doch er langweilte sich, und Fernsehen war aufregend. «Er hatte nicht den blassesten Schimmer davon», schreibt Christian Williams, einer der vielen Turner-Biographen, in «Lead, Follow or Get Out of the Way» (1981). «Es ging ihm um den Nervenkitzel; darum, alles aufs...
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Begegnung mit einer der erfolgreichsten Allroundkünstlerinnen unserer Zeit: Miranda July. Und 30 Fragen zu Sex, Drogen, Flugangst, Kunst und Zensur.
Von Johannes M. Hedinger, Miranda July

Miranda July, photographiert von Daniel Boud.

Wie kann jemand gleichzeitig erfolgreiche Filme, vielgelobte Bücher und anspruchsvolle Kunst machen und nebenbei auch noch Best Friend von Showbizpromis wie Lena Dunham, Kirsten Dunst oder Rihanna sein? Die US-amerikanische Gesamtkunstwerkdarstellerin  Miranda July macht und kann tatsächlich vieles – was sie nicht nur bekannt, sondern auch vor allem verdächtig macht. Beneideten wir schon früher die Flamboyanz amerikanischer Kreativ-Intellektueller wie Joan Didion,...
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Sie machen Duftkonzepte, produzieren Onlinezeitschriften und peitschen auch mal die Alpen aus: Hybridkünstler machen zwar nicht alles, aber immer öfter vieles. Allerdings: was gestern Avantgarde war, ist heute kunstpädagogisches Ausbildungsziel.
Von Jörg Scheller

Bruce Nauman: The true artist helps the world by revealing mystic truths, 1967. Photographiert von Giulia van Pelt / CC BY-NC-ND 2.0. © Bruce Nauman / 2016, ProLitteris, Zurich.

«Ach, Sie sind Künstler? Schön! Und was machen Sie so? Malen? Zeichnen?» – Mit dieser Reaktion ist zu rechnen, wenn im zwanglosen Gespräch mit Nichtinvolvierten das künstlerische Berufsbekenntnis einmal abgelegt ist. Aber eine eindeutige Antwort dürfte vielen zeitgenössischen Künstlern schwerer fallen denn je. Mag sein, dass sie malen oder zeichnen. Doch meistens tun sie das auch. Luft holen! Parallel dazu kollaborieren sie...
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Von Vince Ebert

Vince Ebert, photographiert von Michael Zargarinejad.

Meine ersten Erfahrungen mit Marktwirtschaft und Kapitalismus habe ich während meiner Studienzeit gemacht. Damals wohnte ich in einer kleinen Studenten-WG zusammen mit Frank Pahl. Frank studierte Medizin, hatte schon mit Mitte 20 graues Haar und besass überhaupt für sein Alter ein äusserst reifes, seriöses Auftreten, weshalb er von allen nur «Herr Pahl» genannt wurde. Sein Studium finanzierte er sich im wesentlichen, indem er Porsche-Bremsscheiben über...
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Ein Plädoyer für den Staat. Aber nicht für irgendeinen!
Von Kaspar Villiger

Kaspar Villiger, photographiert von Philipp Baer.

I.
Der Mensch alleine, in der Wildnis auf sich gestellt, den Unbilden des Klimas ausgeliefert, von Mikroben bedroht und von Raubtieren attackiert, hat kaum grössere Überlebenschancen. Schon gar nicht entwickelt er eine Kultur. Daraus ergibt sich eine erste banale Folgerung: Menschen müssen sich zusammentun, um zu überleben. Sie wurden zunächst Jäger und Sammler in Gruppen. Einige wurden mit der Zeit sesshaft und betrieben kargen Ackerbau auf der Basis der...
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Staaten haben Grenzen und kontrollieren die Zuwanderung. Die nach Arbeit suchenden Menschen kümmert das wenig. Sie gehen dahin, wo sie Chancen wittern.
Von Bryan Caplan
«Jeder soll überall auf der Welt eine Stelle annehmen können.» Angesichts der gegenwärtigen politischen Verhältnisse mag diese Aussage radikal erscheinen. Doch Vorsicht! Sie besagt nicht: «Jeder soll überall auf der Welt ein Bürger werden können», «jeder soll überall auf der Welt Sozialhilfe beziehen dürfen» oder «jeder soll überall auf der Welt wählen können». Gefordert wird allein, dass... » Mehr
Von Redaktion

Lino Guzzella, photographiert von Suzanne Schwiertz.

Mehr Elite!
Dass man sich im Leben gerne mehrmals begegnet, gilt in der kleinen Schweiz ganz besonders. Unsere neue Mitarbeiterin Olivia Kühni hatte ETH-Präsident Lino Guzzella erst im Herbst zu einem öffentlichen Gespräch zum Thema «Mehr Elite?» geladen – jetzt war sein Plädoyer für einen weniger verschämten Umgang mit dem Begriff der erste Text, ab S. 30, den sie für uns bis zur Publikation begleitete. Bei beiden Gelegenheiten hat sie...
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