Detlev Schöttker:
Im "Echonetz"
Archive der Subjektivität: Goethe, Jünger, Kempowski und die Weblogs

Mit der Ausbreitung von Internet und elektronischer Post ist der Papierbrief durch die digitalisierte Form der raschen Mitteilung abgelöst worden. Da der Prozess nicht umkehrbar ist, stellt sich die Frage, in welcher Weise die Selbstdarstellung des Subjekts inzwischen erfolgt, die über Jahrhunderte im Brief ihr wichtigstes Medium gefunden hatte. Die Antwort liefert das Internet: es ist das Tagebuch. Nachdem es im 18. Jahrhundert als Mittel der Selbsterforschung fast so beliebt wurde wie der Brief, erfährt es als Online-Tagebuch seit Beginn des 21. Jahrhunderts eine Renaissance ungeahnten Ausmasses...

Den Text zu diesem Artikel finden Sie in der Ausgabe 947/Mai/Juni 2006 der «Schweizer Monatshefte».


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