Schweizer Monat
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Bei einem Redaktionsbesuch in Zürich-Wipkingen erklärt Investorenlegende und Milliardär Howard Marks, warum Ideologien beim cleveren Investieren vor allem eines sind: hinderlich.
Von Stephan Bader, Howard Marks

Howard Marks, photographiert von Thomas Burla.

Herr Marks, Sie sind seit 50 Jahren Investor. Müssen Sie zuweilen aufpassen, nicht in gefährliche Routinen zu verfallen?Nun, Routine ist bis zu einem gewissen Grad durchaus nützlich. Wir beobachten den Markt ja gerade deshalb, weil wir Muster zu erkennen hoffen, um nicht jeden Tag vor dem Börsengeschehen zu stehen, als wäre es der erste. Wir müssen aber auch verstehen, dass die Geschichte für die Gegenwart eben nicht zu 100 Prozent relevant ist. Mark Twain...
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Immigration muss einen Preis haben: es braucht Zuwanderungsabgaben statt Kontingente!
Von Reiner Eichenberger, David Stadelmann
Die Zuwanderung in die Schweiz hat seit dem Rekordjahr 2013 abgenommen. Problem also gelöst? Nein. Zum einen stagniert sie nun auf immer noch hohem Niveau und kann jederzeit wieder steigen. Zum anderen ist der Rückgang nicht nur gut. Er zeigt vielmehr, dass die Schweiz an Attraktivität verloren hat – wohl auch infolge der Zuwanderung selbst. Deshalb diskutieren wir, was Personenfreizügigkeit wirklich bringt und wie sie fruchtbar weiterentwickelt werden kann. Dabei geht... » Mehr
Die Schweizer Einwanderungspolitik und die Kritiker der Personenfreizügigkeit gehen von falschen Prämissen aus: Wenn es um effiziente Allokation – auch von Arbeitskräften – geht, ist der Staat dem Markt unterlegen. Es braucht nicht mehr, sondern weniger Abgaben. Eine Replik.
Von Pierre Bessard

Pierre Bessard, zvg.

Angesichts der anhaltenden, wenn auch im Hinblick auf die Einwandererzahlen wohl leicht nachlassenden Attraktivität der Schweiz als Niederlassungsstandort für zahlreiche Nichtschweizer bleibt die Personenfreizügigkeit unter Druck. Eigentlich dürfte sich ja ein Land geschmeichelt fühlen, wenn es produktive Kräfte eher anzieht als abschreckt, ja mehr noch: Es sollte dies als Anlass nehmen, anstelle einer Symptombekämpfung der angeblichen Nachteile des...
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Wenn es um zweckmässige Modelle für die Organisation von Einwanderung geht, wird gern das kanadische Punktesystem zitiert. Die ehemalige Generalgouverneurin des Landes weiss, wie es tatsächlich darum steht.
Von Michael Wiederstein, Adrienne Clarkson

Adrienne Clarkson, photographiert von Philipp Baer.

Frau Clarkson, Sie sind als Flüchtlingskind im Jahre 1942 aus Hongkong nach Kanada gekommen. Heute sind Sie nicht nur eine bekannte «kanadische» Schriftstellerin, sondern auch ehemalige Generalgouverneurin von Kanada, das Sie einmal aufgenommen hatte, waren zwischen 1999 und 2005 also die Repräsentantin von Königin Elizabeth II als Monarchin des Commonwealth Realm. Wenn Sie zurückdenken: Wann wurde Kanada Ihr Zuhause?Gleich nachdem wir angekommen waren. Wir hatten...
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Im hinteren Glarnerland forscht und arbeitet es sich als Künstler weitgehend ungestört – der künstlerische Umgang mit den Elementen ist mitunter gar leichter als derjenige mit den Nachbarn. Annäherung an den Maler Patrick Rohner und seine Arbeit in und mit rauer Landschaft.
Von Johannes M. Hedinger, Patrick Rohner

Patrick Rohner (links) mit Helfer Kurt Wegmann während des Aufbaus einer «Steinzeichnung» bei der Sardonahütte SAC im Rahmen seines Beitrages zum Jubiläum des UNESCO-Welterbes Tektonikarena Sardona, photographiert von Invar Torre Hollaus.

Patrick, was macht die Kunst?Die Kunst gibt uns die Möglichkeit einer alternativen Wahrnehmung der Welt, die ausserhalb herkömmlicher Funktionalitäten steht. Kunst kann Systeme aufbrechen, irritieren und sie bringt uns dazu, innezuhalten. Kunst ist ein Ausstieg aus alten funktionellen Mustern.
Wie bist du «ausgestiegen»?Zuerst habe ich ja ein Primarlehrerstudium gemacht. Und habe damit eine Funktion erfüllt. Für die Gesellschaft, auch für mich selbst....
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Eine Kurzgeschichte von Ally Klein
Mit Illustrationen von Nico Kast
Von Ally Klein
Wie von selbst bogen die Füsse nach links, weg von der Stadt, liefen in die Dunkelheit hinein, aus dem Hafen heraus, bald wurde der Asphalt zum weichen Gekröse der Felder, in das ich einsank. Schwer, mit gespitzten Knien bei jedem Schritt bewegte ich mich voran, über den pilzbefressenen Raps, seine faulen Reste. Das Bier klatschte gegen die Bauchwand, Füsse wie Klötze, mit einer Fracht Dreck an den Sohlen stampfte ich geradeaus, lief dilettantisch, als hätte ich...
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Ideen muss man haben!
Von Dominik Imseng
Sie schufen eines der grössten und beständigsten Imperien der Geschichte – mit Hilfe eines Raben. Im dritten Jahrhundert v. Chr. hatten die Römer die italienische Halbinsel erobert. Doch weil sie nicht wussten, wie man Kriegsschiffe baut,beherrschten noch immer die Karthager das Mittelmeer.
Eines Tages hatten die Römer Glück. Sie fanden das Wrack eines karthagischen Kriegsschiffs. Schnell nahmen sie es auseinander, um zu verstehen, wie es gebaut war. Dann... » Mehr
Der Milizgedanke prägt das schweizerische Organisationsprinzip und beruht auf der republikanischen Vorstellung, dass jeder dazu befähigte Bürger auch öffentliche Aufgaben zu übernehmen hat. Wie kompatibel ist diese Idee mit dem 21. Jahrhundert?
Von Daniel Lätsch

Daniel Lätsch, photographiert von Pascal Büsser / Südostschweiz.

Es ist eine Tatsache, dass die Armeereformen seit 1995 vorwiegend aus drei Gründen realisiert wurden: erstens, weil das vorhandene Rüstungsbudget zu einer Verkleinerung der Armee zwang, zweitens, weil die Stäbe und Verbände personell nicht mehr alimentiert werden konnten. Und erst drittens, weil sich die strategische Lage geändert hatte.
Dass am Ende des Kalten Krieges unter dem politischen Schlagwort «Friedensdividende» die Verteidigungsausgaben,...
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Seit der weltpolitischen Wende zu Beginn der neunziger Jahre versuchen die Streitkräfte, sich laufend auf neue Kriegsformen einzustellen. Dabei gerät strategisches Denken zunehmend in den Hintergrund – auch in der Schweiz. Welche Folgen hat das?
Von Bruno Lezzi

Ketten montiert? Die Weiterfahrt könnte holprig werden. Bild: ETH-Bibliothek Zürich, Bildarchiv / Fotograf: Jack Metzger / Com_M12-0346-0001-0004 / CC BY-SA 4.0.

Schon 1973 hat der bekannte britische Historiker und Strategiewissenschafter Sir Michael Howard in einem Vortrag mit dem Titel «Military Science in an Age of Peace» lapidar festgehalten, dass jede in Friedenszeiten erarbeitete Militärdoktrin falsch sei. Das spiele allerdings keine Rolle, sagte er, denn es komme eher darauf an, im richtigen Moment den richtigen Weg einzuschlagen, und zwar möglichst rasch. Deshalb sei es entscheidend, den Hauptakzent auf geistige und...
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Was bringen der Schweiz internationale Kooperationen im Bereich der Sicherheitspolitik? Was können sie nicht bringen? Und wie sind sie mit der Neutralität vereinbar?
Von Laurent Goetschel
Erinnern Sie sich an Aremorica? Das kleine, gallische Dorf, die Heimat von Asterix und Obelix, das allein der römischen Übermacht trotzte und zugleich keinen Aufwand scheute, innere Zerwürfnisse in vollen Zügen auszutragen? Oft lieferte der Fisch bzw. dessen Frische den auslösenden Moment für solche inneren Kämpfe, bei denen am Schluss alle ermattet am Boden lagen, in vollem Bewusstsein darüber, dass es mit Sicherheit weitere Dispute geben würde. Der... » Mehr
Standortbestimmung der Chefin Sicherheitspolitik des VBS: Die Sicherheitslage hat sich verschärft. Terrorismus, Bedrohungen im Cyberraum sowie natur- und technikbedingte Ereignisse sind Gefahren, denen man passgenau begegnen muss.
Von Pälvi Pulli

Pälvi Pulli, zvg.

Die Schweiz befindet sich geographisch in einem relativ günstigen Umfeld: Sie ist umgeben von Demokratien, von denen die meisten der EU, der Nato oder beiden angehören. Trotz aller Interessendivergenzen ist es schwer vorstellbar, dass diese Länder untereinander oder gegen die Schweiz militärische Machtmittel einsetzen. Die sicherheitspolitische Lage in Europa hat sich zwar verschlechtert; sie ist aber immer noch besser als in fast allen anderen Regionen (Asien und Afrika,...
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Von Niko Stoifberg, Christina Baeriswyl
Ist mir egal, was der Mike alles darf. Es wird NICHT an Land gekrochen!...
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Die Redaktion auf Besuch bei der Armee.
Von Lukas Rühli, Ronnie Grob, Alicia Romero, Laura Clavadetscher

1960 wie heute: Junge Männer treten ihren ersten Tag in der Rekrutenschule an. Bild: ETH-Bibliothek Zürich, Bildarchiv / photographiert von Heinz Baumann / Com_L09-0148-0002-0005 / CC BY-SA 4.0.

1 Zum in die Luft fliegen
Flugbegeisterte Miliz- und Berufssoldaten arbeiten auf dem Militärflugplatz in Payerne eng zusammen. Am ehesten trennt sie noch die Sprache.Alicia Romero
Hoch über unseren Köpfen hängt ein Mann am Seil. Es ist befestigt an einem in der Luft kreisenden Super Puma, einem dunkelgrünen Transporthelikopter der Schweizer Luftwaffe. Mit seinen Knien stabilisiert der Mann eine leblose Person, die in einem Netz liegt. Erst auf den zweiten Blick erkenne...
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Die Ausgaben des «Schweizer Monats» werden von einem eingeladenen Gast beurteilt. Im Sinne der Transparenz veröffentlichen wir die Essenz der Blattkritik jeweils online.
Von Stefan Stirnemann, Gaudenz Looser, Edith Hollenstein, Peter Hartmeier, Sven Millischer, Manuela Stier, Lucia Waldner, David Fehr, Elisabeth Schoch, Rico Bandle, Claudia Wirz, Peter Blunschi, Anna Jikhareva, Beni Frenkel, Francesco Benini, Philippe Wampfler
 
Schweizer Monat / Ausgabe 1058Juli 2018
von Stefan Stirnemann

Im Gedenken an Jürg und Verena Dedial-Lutz
Sie starben am 4. August beim Absturz einer Ju 52. Am Nachmittag der Blattkritik vom 17. August war der Abschiedsgottesdienst in Erlenbach. Jürg Dedial arbeitete wenige Jahre als Gymnasiallehrer, dann während seines ganzen Berufslebens als Auslandredaktor der NZZ. In dieser Arbeit zeichneten ihn Scharfblick und Sachkenntnis aus, dazu Sprachbewusstsein und die...
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